Wenn die Not Worte verschlingt

DETTINGEN. Am Mittwoch 20.01.16 veranstaltete der Feuerwehr Förderverein Dettingen e.V. einen Informationsabend zum Thema Notfallseelsorge.

`Wenn die Not Worte verschlingt` – unter diesem Leitgedanken stand der Vortrag von Pfarrer Ralf Wachter aus Heuchlingen zum Thema Notfallseesorge. Wachter selbst ist schon etliche Jahre als Notfallseelsorger im Einsatz und gehört dem Leitungsteam des Landkreises Heidenheim an.

Unabhängig von Konfession oder Religion steht die Notfallseelsorge Menschen in aktuten Krisensituationen bei, um diese seelsorglich zu betreuen. So kommen sie zum Beispiel nach dem plötzlichen Verlust eines Angehörigem zum Einsatz. Notfallseelsorger sind in solchen Situationen Ansprechpartner für die Betroffenen, haben ein offenes Ohr und helfen, sich in dieser ungewohnten und fremden Situation zurechtzufinden.

Auch Augenzeugen, Ersthelfer und Mitarbeiter einer Hilfsorganisation wie der Feuerwehr werden nach schweren Unfällen oder Gewaltverbrechen nach Wunsch betreut. Häufig findet dies im Rahmen einer Einsatznachbesprechung statt. Aussagen, dass die Männer und Frauen der Feuerwehr sowas nicht brauchen gehört mittlerweile der Vergangenheit an.  Denn auch sie sind nur normale Menschen. Und es ist normal auf abnormale Situationen Reaktionen zu zeigen.

Die Notfallseelsorge wird über einen Funkmeldeempfänger durch die Leitstelle alarmiert. Nach kurzer Rücksprache mit der Leitstelle macht sich der diensthabende Notfallseelsorger in den meisten Fällen zusammen mit einem Mitglied des Kriseninterventionsdienst des Deutschen Rotes Kreuzes auf den Weg zu ihrem Einsatzort. Zusammen bilden die beiden Organisationen die Arbeitsgemeinschaft Psychosoziale Notfallversorgung im Landkreis Heidenheim.  Deren Mitglieder sind speziell ausgebildet und besitzen eine kirchlich anerkannte seelsorgliche Ausbildung. Die Arbeit der Notfallseelsorge erfolgt ehrenamtlich und wird überwiegend mittels Spenden finanziert.

 

 

 

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